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Aufruf zum Klimacamp im Rheinland

http://hambacherforst.blogsport.de/images/936973_10151609824379310_302882177_n.jpgFür ein gutes Leben für alle und eine Energieversorgung von unten

Vom 23. August bis zum 02. September 2013 findet das Klimacamp im Rheinland statt und vom 28. August bis 6. September 2013 das Reclaim the Fields Camp – beide in Manheim bei Köln, mitten im Rheinischen Braunkohlerevier. Hunderte Aktivist_innen aus ganz Europa werden zusammen kommen und bei den gemeinsamen Aktionstagen (30.08-02.09.) Widerstand gegen RWE, Europas größten Klimakiller, leisten.

+ + WIDERSTAND IM RHEINISCHEN REVIER GEHT IN DIE NÄCHSTE RUNDE + +

Zum dritten Mal findet am Rande des Tagebaus Hambachs ein Klimacamp statt. Hier kommen Menschen aus verschiedenen sozialen Bewegungen und Spektren zusammen, um gemeinsam die Klimabewegung zu stärken. Das heißt konkret: kritisches Wissen weitertragen – Alternativen aufbauen – sich vernetzen – gemeinsame Aktionen planen. In diesem Jahr steht das Thema Land im Mittelpunkt: zusammen mit dem Reclaim the Fields Network wenden wir uns gegen die Bodenzerstörung durch den Braunkohletagebau und zeigen RWE, was sinnvolle Landnutzung wirklich bedeutet. Außerdem ist das Camp Ziel der Reclaim Power Tour, die quer durchs Land radelt, um Stationen verschiedener Energiekämpfe miteinander zu verbinden.

Im November letzten Jahres schafften es mehrere Hundertschaften der Polizei erst nach vier Tagen, die Waldbesetzung im Hambacher Forst zu räumen. So lange verschanzte sich ein Aktivist in einem Tunnel, um deutlich zu machen, dass der Wald nicht freiwillig den Sägen von RWE ausgeliefert wird. Auch nach der Räumung wächst die Solidarität für den Kampf gegen die Braunkohle, bei Anwohner_innen genauso wie bei Menschen anderswo orts..

Lokale Gruppen haben das Gemüse für die Klimacamp-Küche schon gepflanzt. Widerstand ist fruchtbar!

+ + WAS IST DAS PROBLEM? + +

Im Rheinischen Braunkohlerevier fressen sich riesige Schaufelradbagger kilometerweit durch alles, was ihnen in den Weg kommt, egal ob Wald, Feld oder Dorf.. Das Rheinische Braunkohlerevier ist weiterhin mit einem Ausstoß von 100 Millionen Tonnen CO2 Europas größte Emissionsschleuder. Die Folgen sind sowohl lokal als auch global verheerend. Neue Gesundheitsstudien zeigen, wie tödlich die giftigen Stoffe sind, welche sich aus den Schloten der Kraftwerke hunderte Kilometer weit ausbreiten: 2700 Todesfälle gehen jährlich auf das Konto des scheinbar billigen Stroms aus Kohle; Ökosysteme und fruchtbarer Boden werden unwiderruflich zerstört. Trotz “Energiewende” stieg im letzten Jahr der Anteil des fossilen Energieträgers auf über 25% der deutschen Stromversorgung, weil die Verbrennung von Kohle riesige Gewinne verspricht. Nur eine Bewegung von unten wird einen sofortigen Braunkohleausstieg durchsetzen können.

Die tödlichen Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels werden auch andernorts immer spürbarer. Gerade die Menschen trifft es am härtesten, die am wenigsten zur Erwärmung beitragen. . Gerade im politischen Süden, wo der Großteil der Bevölkerung von der Landwirtschaft abhängig ist, kommt es durch Überschwemmungen und Dürren zu Hunger, Flucht und Ressourcenkonflikten. .

Wir steuern auf eine Katastrophe zu, die durch eine Energiewende a la Altmaier nicht verhindert werden wird. Wir können den Klimawandel nur aufhalten, indem wir aktiven Widerstand leisten!

+ + AKTIONSTAGE (30.08. – 02.09.) + +

In diesem Jahr wird es vier Aktionstage geben, welche gemeinsam mit dem Reclaim the Fields Camp stattfinden werden. Vier Tage lang wird der reibungslose Ablauf der Braunkohleinfrastruktur mächtig durcheinander gebracht werden: Aktionen des zivilen Ungehorsams, direkte Aktionen gegen die Kohleinfrastruktur, bunte Demonstrationenund andere kreative Aktionen überall im Revier sollen sich ergänzen. Bereits in den vergangenen Jahren gab es zeitgleich zum Klimacamp mehrere Aktionen: mehrere Schienenblockade der Kohlebahn, Kleingruppenaktionen, (Fahrrad)Demonstrationen und Mahnwachen.

Ob großangelegte Massenaktion oder Kleingruppen, die direkt aktiv werden – es wird für die unterschiedlichen Interessen im Vorfeld Aktionstrainings und passende Rahmenbedingungen geben.

+ + SEI DABEI! + +

Das Camp ist partizipativ geplant und wünscht sich ausdrücklich euren Beitrag! Ihr seid Künstler_innen, Aktivist_innen, Landwirt_innen oder Stadtgärtner_innen und wollt Erfahrungen teilen und Neues dazulernen? Füllt das Programm mit euren Ideen! Wir freuen uns auf alternative Ideen zu gemeinschaftlichen und solidarischen Lebens- und Arbeitsformen und auf alles was unseren vielfältigen Widerstand stärkt!

Die Themen der sozialen Bewegungen sind eng verwoben. Wir alle richten uns gegen ein kapitalistisches System, das auf der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen aufbaut. Kommt daher ins Rheinland, allein oder in Bezugsgruppen. Bildet mit uns einen Kristallisationsort für den Kampf gegen den Klimawandel.. Und gegen die Machtverhältnisse, die ihn verursachen. Für ein Gutes Leben – im Rheinischen Revier und weltweit!

http://www.klimacamp.ausgeco2hlt.de/

+ + KOHLE GEGEN KOHLE – UNSER SPENDENKONTO + +

Kontoinhaber: Nandu Trägerverein e.V.
Bankleitzahl:
43060967
Konto:
1115861200
Bank: GLS Gemeinschaftsbank eG
Stichwort: ausgeCO2hlt

Hinweis: Wer eine Spendenquittung möchte, bitte zusätzlich eine Mail mit
Name und Anschrift an buchhaltung@nandu.net schreiben, damit sie
zugestellt werden kann.

+ + WEITERE ENERGIEKÄMPFE IN DIESEM SOMMER + +

13.-21. Juli in Rohne: 3. Lausitzer Klima- und Energiecamp (lausitzcamp.info)

21. Juli – 24. August: Reclaim Power Tour – Energiekämpfe in Bewegung von der Lausitz und aus Freiburg per Rad zum Klimacamp im Rheinland (reclaimpowertour.org)

Wie arbeitet ein Klima-Skeptischer Thinktank?

Dieser Artikel zeigt Einblicke in die Arbeitsweise des industrienahen „Heartland Institute“

Vorbereitungstreffen findet nicht statt

Die Uni hat den Vortag von Vahrenholt abgesagt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

als wir im Mai 2011 die Einladung an Herrn Prof. Vahrenholt ausgesprochen haben, geschah dies vor dem Hintergrund eines sehr guten Vortrags, den er in Greifswald („Greifswalder Reden der Stiftung Alfried Krupp Kolleg Greifswald“) zu dem Thema „Optionen für die zukünftige Energieversorgung Deutschlands“ gehalten hat. Thema und Redner fanden auch Zustimmung im Osnabrücker Universitätsprofessorium.
Als wir die Einladung an ihn aussprachen, haben wir diesen Wunschtitel angegeben, dem nicht widersprochen wurde. Als wir ihn 3 Wochen vor dem Vortragstermin dann nach dem endgültigen Titel fragten, hat er uns mit dem provokanten Titel „Die Klimakatastrophe findet nicht statt“ überrascht. Die Reaktionen auf die Ankündigung des Vortrags reichen von positiven über kritische bis negative Äußerungen. Unabhängig von diesen Stellungnahmen sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass eine solche Aussage einer „Gegenrede“ eines Klimaforschers bedarf und die sich anschließende Diskussion von einem kompetenten Moderator geleitet werden sollte.

Da dies bis zum 8. Februar nicht zu realisieren ist, werden wir in Absprache mit Herrn Prof. Vahrenholt und den beiden noch zu benennenden Akteuren nach einem neuen Termin im SS 2012 suchen. Wir werden Sie rechtzeitig darüber informieren.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Karlheinz Altendorf
Prof. Dr. Wolfgang Asholt

Ursprünglicher Eintrag:
Am 08.02 will Fritz Vahrenholt (RWE-Manager) in der Uni Osnabrück den Vortrag „Die Klimakatastrophe findet nicht statt“ (s. unten) halten. Aus Unikreisen sowie städtischen Initiativen wird bereits Kritik geäußert, ausgerechnet einem CEO desjenigen Konzerns zum Thema „Globale Erwärmung“ eine Bühne zu geben, der 2010 für ein Fünftel der deutschen CO2-Emissionen (rund 165 Millionen Tonnen) verantwortlich war. Unter wissenschaftlichem Schleier wird hier Konzern-Lobbying betrieben.

Am Donnerstag, 02.02. um 18:00 Uhr im AStA (Alte Münze 12)
gibt es ein Vorbereitungstreffen, um sich darüber auszutauschen. Als kleiner Lesetip zum Thema hier noch ein Artikel aus der „Zeit“.

Kommt zahlreich und bringt Kreativität mit 😉

Die Klimakatastrophe findet nicht statt?

Die Universität Osnabrück hat einen Klimawandel-Leugner und RWE-Lobbyisten zu einem Vortrag am 08.02.12 in die Schlossaula geladen. Das lassen wir uns nicht entgehen! Nächste Woche wird es dazu ein Treffen im AStA (Alte Münze 12) geben, um über kreative Aktionen zu sprechen.
Weitere Infos in Kürze!

Hier der Veranstaltungstext:
„Die Klimakatastrophe findet nicht statt“

Der Weltklimarat irrt. Die Klimadebatte muss neu geführt werden. Entgegen den Prognosen ist die Erderwärmung seit über zehn Jahren zum Stillstand gekommen. Selbst bei steigenden CO2-Emissionen wird die Erwärmung in diesem Jahrhundert 2°C nicht überschreiten. Die Erwärmungswirkung von CO2 ist überschätzt worden. Neueste Erkenntnisses zeigen, dass Ozeanzyklen und die Sonne, die kürzlich in eine längerfristige strahlungsarme Phase getreten ist, einen größeren Beitrag zum Klimageschehen leisten als bisher angenommen.

Termin: Mi, 08.02.2012
Zeit: 18.00 Uhr
Ort: Schlossaula (Neuer Graben 29)

Der Referent: Prof. Dr. Fritz Varenholt studierte von 1968 bis 1972 Chemie an der Universität Münster, wo er im Jahr 1974 promovierte. Er war Referatsleiter „Chemische Industrie“ des Umweltbundesamtes, Berlin, leitete die Abteilung für Umweltpolitik, Abfallwirtschaft, Immissionsschutz im Hessischen Umweltministerium, wurde dann Staatsrat in der Umweltbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg bevor er Senator und Präses der Umweltbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg wurde.
1998 wechselte er in den Vorstand der Deutsche Shell AG, verantwortlich für die Bereiche Chemie, regenerative Energie, Öffentlichkeitsarbeit, Umweltschutz, Stromgeschäft, zuletzt Aufsichtsrat der Deutschen Shell, Hamburg. Von 2001 bis 2007 war er Mitglied des Rats für nachhaltige Entwicklung unter Kanzler Schröder und Kanzlerin Merkel.
Seit 2008 ist er Chief Executive Officer, RWE Innogy GmbH, Essen.